Immer dieser Nebenerwerb… {selbstgemachtes Snickers}

Halli Hallo meine Sweathearts,

ach herrje…jetzt ist es doch schon wieder Donnerstag und ich hab fast eine Woche auf mich warten lassen. Aber wie ich schon das letzte Mal geschrieben habe, die Zeit verfliegt! Meine Omilapomi würde jetzt sagen „Na Kind, das kommt mit dem Alter so!“. Ja – mag sein liebe Omi. Darum schenkt sie mir wahrscheinlich auch schon seit drei Jahren immer eine Dove „Anti Aging“ Bodylotion zu Geburtstag und Weihnachten. Naja, wie dem auch sein… Das Wochenende, das ja bekanntlich mal wieder keines war, war schwuppsdiwupps wieder um. Ich habe restauriert. Nein, keine alten Möbel wiederhergestellt, sonder Gläser und Teller hingestellt. Genauer genommen, volle Gläser und Teller vor hungrige und durstige Gäste auf hübsch eingedeckte Tische gestellt. Doch das ist nicht immer ein Kinderspiel. Es gibt ein Szenario, dass sich seit meiner Restaurierungskarriere (ja, auch wenn ich erst 22 Jahre – seit fast 3 Jahren- bin) wie ein roter Faden durch meinen Nebenerwerb zieht. Und dieses Szenario ereignet sich wie folgt:

Ich warte freundlich lächelnd vor der Theke. Gast kommt zur Tür hinein. Gast steuert ohne mich auch nur anzuschauen schnurrstracks auf einen freien Tisch zu. Meist auf den allerletzten in der hintersten Ecke, auch wenn augenscheinlich alle anderen Tische frei sind. Variation: ZWEI Gäste setzen sich an einen Tisch für ZEHN Personen in der allerhintersten Ecke. Hier gibt es dann zwei Möglichkeiten:
Nummer 1: Ich hechte dem Gast hinter her, da ich weiß, dass alle Tische reserviert sind und nicht weiß, ob der Gast einer dieser reservierten Tische beanspruchen darf. Auch hier gibt es wieder zwei Möglichkeiten:
Nummer 1a: Ich keuche (nach einem Sprint von der Theke in die allerhinterste Ecke): Entschuldigen Sie bitte, kann ich Ihnen weiterhelfen?
Gast: Ja. Mir ham reservierd.
Ich: Das ist sehr schön. Auf welchen Namen denn, wenn ich fragen darf?
Gast: Rosl, wer hodn hier ogeruffe? Wor des die Onnemärie?
Frau: Nää, des wor de Günder:
Gast: Also Frollein, hom ses gehörd. Uff Günder isses reservierd.
Ich: Ich denke, dass Günther der Vorname des Herrn ist, oder? Könnte ich denn noch seinen Nachnamen haben?
Frau: Kööönisch. Des is uff Kööönisch reservierd.
Ich: Na dann folgen Sie mir doch bitte. Der Tisch ist gleich vorne, direkt neben der Theke.
Alles setzen sich und bekommen ihre Karte.

Nummer 1b: Ich keuche (nach einem Sprint von der Theke in die allerhinterste Ecke): Entschuldigen Sie bitte, kann ich Ihnen weiterhelfen?
Gast: Ja mer bräuchde n Disch für zwo.
Ich: Das tut mir sehr leid, aber wir sind komplett ausgebucht.
Gast: Wos? Ihr habt kon Platz mehr frei?
Ich: Ja, am Besten ist es, wenn Sie vorher anrufen und reservieren.
Und der Gast geht.

Nummer 2: Der Gast rennt zielstrebig von Tisch zu Tisch und bemerkt, dass auf keinem Schild, die auf dem Tisch für die RESERVIERTEN Gäste aufgestellt sind, sein Name steht. Also kommt er mit verwirrtem Blick wieder zurück und fragt entgeistert, weil er es nicht fassen kann, dass ER keinen Tisch mehr bekommen hat: Hobd ihr kon Tisch mehr frei?
Ich: Nein, es tut mir leid, wir sind leider heute Mittag komplett ausgebucht. Am besten Sie rufen immer vorher an und reservieren einen Tisch.
Und der Gast geht.

Da es nun auch schon öfter vorkam, dass sich Gäste einfach an einen Tisch gesetzt haben, auf dem eindeutig ein Name stand, der nicht deren war, haben wir nun einen Feldversuch gestartet. Es ist was total verrücktes und noch nie dagewesenes. Ich kann mir auch noch gar nicht erklären, wie wir auf solch eine crazy Idee gekommen sind, aber es ist passiert und wir werden sehen, ob es funktioniert. Es ist wie gesagt nur ein Feldversuch. Was wir gemacht haben?
Ein Schild aufgestellt. Verrückt. Total. Denn auch wenn man davon ausgehen muss, dass der Restaurantbesucher eigentlich der Lesekunst mächtig sein sollte (denn noch sind unsere Karten nicht in Audioversion erhältlich), muss man ernüchternd feststellen, das dies nicht immer der Fall ist. Das Ergebnis unseres Versuches berichte ich nach ausgiebiger Auswertung.

SO und nun zu den süßen Seiten des Lebens: Das Snickers-Rezept
Und so gehts:
1. Schicht
200 g Vollmilchschokolade
60 g cremige Erdnussbutter

Schokolade mit Erdnussbutter im Wasserbad schmelzen lassen und in eine mit Klarsichtfolie ausgelegte Backform gießen. Bis die nächste Schicht zubereitet ist: ab ins Gefrierfach.

2. Schicht
50 ml Milchmädchen (gibt es z.B. bei Rewe oder Edeka)
200 g Zucker
60 g Butter
1 TL Vanilleextrakt (ich nehme auch gerne das Mark einer Vanilleschote, schmeckt   natürlicher)
60 g cremige oder kernige Erdnussbutter
150 g Marshmallowcreme Fluff (gibt es z.B. auch bei Edeka)
200 g gesalzene Erdnüsse

Kondensmilch, Zucker und Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren so lange köcheln lassen bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Kurz abkühlen lassen, dann das Vanilleextrakt, Erdnussbutter und Marshmallowcreme unterrühren. Zum Schluss die Erdnüsse unterheben und alles auf die erste Schicht streichen und wieder ab ins Gefrierfach damit.

3. Schicht
400 g Karamell Toffee Bonbons
45 g Sahne

Bonbons auspacken und mit der Sahne im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Und schon habt ihr die dritte Schicht. Gleichmäßig verteilen und ab ins Gefrierfach!

4. Schicht
200 g Vollmilchschokolade
60 g cremige Erdnussbutter

Wie die erste Schicht im Wasserbad schmelzen und auf der dritten Schicht verteilen.

Et voilà:

Snickers 2

Schneiden geht am besten, wenn ihr es leich antauen lasst und die Stücke dann auf Backpapier stapelt. Haltbar sind diese teuflischen Sünden ziemlich lange. Theoretisch. Denn sie schmecken einfach viiiiiiel zu gut, als dass man sie so einsam und verlassen zwischen Butter und Leberwurst im Kühlschrank stehen lassen kann 🙂

Ich hoffe sie schmecken euch!

Und denkt daran, wenn ihr das nächste Mal ein Restaurant besucht: Please wait! A servant will take you to your table 🙂

Es küsst euch,

eure Liselotte Zucker ❤

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