Wieso man nicht einfach Nichts tun kann {Karottentaler mit Putenbrust}

Das Gute am Kranksein ist, dass man endlich mal legitim nichts machen darf, ohne dass sich gleich das Gewissen vor dir aufbaut wie Arnold Schwarzenegger zu seinen Terminatorzeiten und herum zetert:Der Wäscheberg im Schlafzimmer bügelt sich nicht von alleine, Frollein! Und das Wohnzimmer dürfte auch mal wieder abgestaubt werden! Und wenn du dann gerade dabei bist: deine Schminkschale (ja es ist eine SCHALE 🙂 ) könntest du auch mal wieder ausmisten!“ Man hüstelt nun ein wenig, schnieft die Nase und murrt leise, weil man doch so krank ist und schon, schwuppsdiwupps: weg ist das schlechte Gewissen! Mach es doch selbst wenn es dich stört! Ich bin heute krank! Und darum darf ich einfach mal nichts tun.
Die Betonung liegt hier jedoch auf dürfen. Denn ich bin einfach so furchtbar untalentiert im Nichtstun. Das fängt schon an, dass ich mich auf die Couch setze und gerade dabei bin mich einzukuscheln, da fällt mir ein, ich wollte mir ja noch Tee kochen. Also stehe ich wieder auf, stelle den Wasserkocher an und warte bis das Wasser kocht. Während ich so warte, sehe ich, dass vom Kochen gestern, die Herdplatten ja noch total verklebt sind! Das geht gar nicht! (Danke Mama Zucker, dass du mich zu einem reinlichen Meedchen erzogen hast, jetzt kann ich noch nicht mal in Ruhe krank sein! 🙂 ) Also, da die Zeit ja nicht mit Warten bis das Wasser kocht vergeudet werden soll, Schwamm und Spüli zur Hand und los geht’s mit Schrubben. Und wenn ich schon mal dabei bin, kann ich ja gleich noch die Schränke und die Fliesen mit abwischen! Wurde eh schon lange nicht mehr gemacht. Also erst mal alles was so rumsteht (und das ist eine Menge, denn die Küche ist winzig! Memo an mich: in der neuen Wohnung gibt es eine GROßE Küche!!!) wegstellen, damit die Fläche frei wird.
Oh Gott liegen da viele Brösel und abtrünnige Kochreste, die das Weite aus der heißen Pfanne gesucht und Unterschlupf zwischen Olivenöl, Balsamicoessig und Messerblock gefunden haben. Also alle erst mal wegwischen! Mist, die Hälfte ist auf den Boden gefallen…naja…wird dann eben auch noch gestaubsaugt.
So, jetzt alles wischen! Pitz-Putz-Blank muss es sein! Das Teewasser ich auch schon fertig! Aber jetzt muss der Rest auch noch geputzt werden! Kaffeemaschine und Wasserkocher könnten auch mal wieder entkalkt werden! Also los!
So, nach 2h Stunden!!!!, der Backofen wurde auch gleich noch geschrubbt inklusive Backbleche (muss mal den Loverboy fragen, ob er sich Paleo zu sehr zu Herzen genommen und ein totes Tier darin gebacken hat, so wie’s da aussah), bin ich dann fertig, der Tee ist kalt und ich merke nun wirklich, dass ich krank bin!
Also lege ich mich fix und fertig auf die Couch und schlafe zwei Stunden am Stück! 🙂

Das ist eben das Gute am Kranksein, dass man endlich einmal nichts machen darf, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen!
Ach ja, gekocht habe ich dann doch noch:

Karottentaler mit Putenbrust und Rucolasalat

  • 5-6 Karotten im Entsafter gehäckselt (Saft fürs Frühstück aufheben! 🙂 )
  • 1 Zwiebel fein geschnitten
  • 2 Eier
  • 1 Knoblauchzehe fein geschnitten
  • 4 EL Kokosraspeln
  • Salz, Pfeffer, Kurkuma zum Abschmecken
  • 400g Putenbrust, gewürfelt
  • Rucola
  • 2 EL Pinienkerne

wpid-IMAG0383_BURST002.jpgKarotten, Eier, Kokosraspeln, Zwiebel und Knoblauch miteinander vermengen, dass eine homogene Masse entsteht! Es müssen Kugeln geformt werden können! (sollte sie noch zu pappig sein, einfach noch ein wenig Kokosraspeln oder gemahlene Mandeln dazu!)
Dann tischtennisballgroße Kugeln formen und von oben flach drücken. Die Taler dann in heißem Olivenöl anbraten (nicht frittieren! 🙂 )!
Während sie backen, Putenstücke in der Pfanne scharf anbraten und mit Salz und Pfeffer abschmecken!
Nun nur noch den Rucolasalat anrichten! Für das Dressing habe ich einfach 1 EL Olivenöl, 1 TL Zitronensaft, Salz, Pfeffer und 1 TL Honig miteinander verrührt!
Et voilà: Bon Appetit!

wpid-IMAG0385_BURST002_1.jpgWas gabs denn bei euch Gutes zu Futtern? 🙂
Ich drücke euch von ganzem Herzen!
Eure Lislotte Zucker ❤

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2 Gedanken zu “Wieso man nicht einfach Nichts tun kann {Karottentaler mit Putenbrust}

  1. Hach ja, da kann man endlich mal in Ruhe die Seele baumeln lassen, ganz ohne schlechtes Gewissen, und irgendwie klappts dann doch nicht. Ich kenn das 😉
    Die Karottentaler klingen auf jeden Fall sehr interessant, nur der Entsafter dafür fehlt 😉

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    • Ja, da sind dein meistens viel zu viele Hummeln im Hintern 🙂
      Den Entsafter brauchst du nicht unbedingt! Dann musst du die Karottenraspeln einfach ein wenig in einem Geschirrtuch auswringen und vielleicht etwas mehr gemahlene Mandeln hinzugeben! Dann klappt das auch 🙂

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