What goes around comes around… {Hackfleisch-Karottenschnitten}

wie du mir so ich dir… wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus… oder wie Opa Zucker letztens zu mir sagte: “ No du kunnst doch nid erwadde, dass mer dir Zugä in Oärsch blässt, wenn du nur mit Scheiße um dich werfst“ (für alle Hochdeutschsprechenden: Na du kannst doch nicht erwarten, dass man dir Zucker in den Allerwertesten blässt, wenn du nur mit Exkrementen um dich wirfst 😉 )

Ich muss sagen, da hat er wohl recht, der gute Opa Zucker. Auch wenn es vielleicht etwas drastischer ausgedrückt ist, als ich es tun würde. Wobei? Warum eigentlich? Warum ziemt man sich manchmal, einfach mal die Dinge beim Namen zu nennen? Würde es einem nicht besser gehen, wenn man mal sagen würde: „Nein, das finde ich jetzt ziemlich beschissen!“ Anstatt „Oh, naja, hm…vielleicht ist wäre es so und so besser…“
Versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich sehr für Diplomatie (ich war ja nicht umsonst im Gymnasium Streitschlichter! Hört! Hört!), aber manchmal ist es vielleicht doch besser einfach mal klipp und klar zu sagen, was Sache ist.

Vorallem wenn man Unrecht erfahren hat. Und leider hat in meinem näheren Bekanntenkreis in letzter Zeit das Unrecht ganz schön um sich gehauen! Wie die Axt im Walde, so könnte man sagen. Oder wie ein Elefant im Porzelanladen.
Das Ganze hat mich nachdenklich gemacht. Und ich frage mich, was treibt manche Menschen dazu, gemein zu sein.
Es wird immer gesagt, dass Kinder ja so grausam sein können. Und überall liest man von Mobbing in der Schule, Prügelein auf Straßen, in Kneipen, in der U-Bahn. Straßenschlachten, Bürgerkrieg. Überall auf der Welt herrscht tagtäglich das Chaos.
Das ist alles ganz fürchterlich. Aber was kann es Furchtbareres geben, als wenn ein ehemals geliebter Mensch, dir in den Rücken fällt. Dir den Elefanten auf den Hals hetzt und ihn noch dazu mit einer Axt und, um es dir endgültig heimzuzahlen, einer Motorsäge ausstattet. Was bringt Menschen dazu, den Wunsch zu hegen, einem anderen die Freude an etwas zu nehmen, ihn auszugrenzen und im schlimmsten Fall ein Leben zu zerstören? Ist die heutige Gesellschaft einfach so? Voller Neid und Missgunst?
Diese These kann und will ich gar nicht akzeptieren. Denn es widerfährt mir selbst immer wieder ganz Wundervolles und es widerstrebt meinem Gemüt nur an das Schlechte im Menschen zu glauben.

Ich persönlich glaube, dass Menschen, die anderen Menschen ihr Glück, ihre Freude, die Freunde und einfach ein unbeschwertes Leben nicht gönnen, bemitleidenswert sind. Es ist doch traurig, wenn man stets neidvoll auf Andere blickt und dadurch seine eigenen Glücksmomente verpasst, weil man einfach zu sehr auf die Missgunst fixiert ist. Das wünsche ich nicht einmal meinem ärgsten Feind.

Dennoch gibt es solche Menschen. Auch ich erwische mich manchmal, wie ich klamm heimlich die wundervollen Beine und den flachen Bauch einer anderen Frau beneide. Doch sehe ich dabei nicht, dass sie gerade in einer schrecklichen Beziehungskrise steckt. Und noch viel weniger, wie hart sie tagtäglich dafür trainiert und verzichtet. Oder der Nachbar, der mein Traumauto fährt. „Hat der’s gut!“ Aber, dass er jeden Tag mit Bauchschmerzen und Herzrasen zur Arbeit fährt, weil seine Kollegen ihm das Leben schwer machen und ihn grundlos ausgrenzen, sehe ich nicht.
Warum widerstrebt es vielen Menschen sich einfach für andere zu freuen? Sei es die brilliante Idee eines Arbeitskollegen, der heißersehnte Heiratsantrag einer Freundin oder die Beförderung eines Bekannten. Das sind doch alles wunderbare Momente und man könnte sich theoretisch einfach für den anderen mitfreuen. Tut man meist aber nicht.

Eines, das ich mir dann aber, wenn solche Gedanken aufkommen, immer vor Augen halte, ist, dass es mir doch eigentlich hervorragend geht! Du willst einen flachen Bauch und straffe Beine? Dann mach eben was dafür! Du findest das Auto toll? Ja stimmt, es ist echt super! Du hast aber ein Auto vor deiner Wohnung stehen! Es fährt, sieht hübsch aus und es gehört dir! So what? Stop nagging! Enjoy life!

Und ich glaube an Karma. Ich glaube, dass alles Gute, das man tut, auch einem selbst widerfahren wird. Und alles Böse wird ebenfalls zurückkommen. Dann aber in doppelter und dreifacher Geschwindigkeit. Es wird eine Horde Elefanten in deinen neu eingerichteten Porzelanladen stürmen und mit Panzerfaust und Bazuka alles zerstören, was dir lieb ist. Ein fetter Elefant wird sich auf dich setzen, deinen Stolz und Würde mit seinem fetten Hintern einfach platt drücken. Ist alles vorbei, wirst du deinen Kopf aus seinem Hintern ziehen müssen und du wirst dich im wahrsten Sinne des Wortes scheisse fühlen.

Denn wie mein kluger Opa Zucker schon sagte: Wieso sollte man dir Zucker in den Allerwertesten blasen, wenn du nur mit Exkrementen um dich wirfst.

In diesem Sinne, überlegt immer gut, wie ihr handelt: denn ein nettes Wort ist tausendmal angenehmer, als im Nachhinein seinen Kopf aus einem fetten Elefantenhintern ziehen zu müssen. 😉

Und damit nun kein fahler Nachgeschmack hängen bleibt, hier noch eine leckere Paleo-Köstlichkeit, die ruckizucki zubereitet ist (Woche 4 ist angebrochen und es geht mir fabelhaft!):

Hackfleisch-Karottenschnitten

500g Putenhackfleisch
3-4 Karotten, geraspelt oder spiralisiert
2 EL Chia-Samen
1 Ei
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Alle Zutaten miteinander vermischen und in einer Auflaufform bei etwa 180°C Umluft für 20 Minuten backen. Durch die Chia-Samen tritt beim Backen eine Art weisse Flüssigkeit aus, die aussieht, als wäre das ganze mit Käse überbacken 🙂
Dazu gab es Feldsalat mit Heidelbeeren.
Es schmeckt fabelhalft, ist super einfach, schnell und macht unheimlich satt!

Bon Appetit 🙂

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Fühlt euch ganz fest gedrückt,

eure Liselotte Zucker

 

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