Der Ernst des Lebens beginnt (wieder) {schnelle, vegane Müsliriegel ohne Zucker}

Hui, einmal von links nach rechts gedreht, auf den Kopf gestellt und kaum wieder aufgestanden und zack sind die heißgeliebten Sommerferien schon wieder vorbei! Oder der Ernst des Lebens geht jetzt erst los? Hach, diese Zeit am Schuljahresanfang ist, glaube ich, sowohl für die Kleinen, sowie die Großen eine aufregende Zeit! Welche Lehrer bekommt man? Wer sitzt dieses Jahr neben mir? Wo fährt der Bus los? Wo muss ich aussteigen? Gibt es ein neues Fach? Mathe nur  drei Stunden dieses Jahr? Großartig!
Ja, ihr Lieben, für unsere bayerischen Kinners heißt es ab heute wieder Schulbank drücken! 🙂

An meinen eigenen ersten Schultag erinnere ich mich kaum. Lediglich die Fotos mit der rießen Schultüte und dem noch größeren Schulranzen sind mir in Erinnerung geblieben. Damals habe ich mich gefreut! Sehr! Ab in die Schule und was lernen! Sehr spannend! Sehr aufregend! Sehr neu!

Das ließ nach… noch nicht unbedingt in der Grundschule, aber ab dem Gymnasium, spätestens 7./8. Klasse, schlichen sich andere, viel interessantere Dinge als Schule ein! Und dann das Ausschlafen! Hach, wie schön warm so ein Bett doch ist, wenn der Wecker um 7 Uhr klingelt! Vorallem im Winter! Was habe ich es gehasst! Im Kalten stehen und auf den Bus warten? Nicht mit mir! Da wurde jede Minute ausgekostet und dann musste ich doch jedes Mal rennen. Rennen, damit ich den Bus noch bekomme, den ich schon längst habe vorbeifahren sehen. Gott sei Dank, drehte er immer erst eine Schleife und ich hatte noch circa 1 Minute für etwa 500m! Sportlich! Wenn man es auch in einer Minute geschafft hätte. Meist fiel noch irgendetwas im Rennen runter (Schal, Handschuh, Turnbeutel, Mütze) und der Busfahrer musste dann meistens auf mich warten! Tat er Gott sei Dank auch 🙂 An dieser Stelle: Danke, Herr Busfahrer!

Aber das wirklich, wirklich Tolle an der Schule waren meine Pausenbrote! Wirklich! Mama Zucker hat sich wirklich jeden Tag frühs hingestellt und uns Brote geschmiert! Aber keine normalen Butterbrote mit ner Scheibe Wurst oder Käse drauf geklatscht! Nee, nee, nee! Da wurde der Boden erst einmal mit leckerem Kräuterfrischkäse bestrichen, danach eine oder zwei Scheiben Wurst oder Käse (bei mir meistens Käse) oben drauf, diese wurde mit einem Salatblatt bedeckt, auf welches dann Gurken-, Tomaten- oder wahlweise Kohlrabischeiben gebettet wurden und abgerundet wurde das Ganze mit einer Prise Kräutersalz! Hach, ihr seht schon! Ein Traum 😉

Aber das war noch nicht alles! Nee, nee, nee! Da gab es dann natürlich noch die tägliche Portion Obst! Am meisten freute ich mich über die Bananen (auch wenn ich Bananen noch nie so wirklich gerne gegessen habe), denn darauf wurden dann immer kleine „Liebesbotschaften“ oder „Glückwünsche“ für eine anstehende Schularbeit geschrieben! Ich habe es geliebt! An dieser Stelle: Herzlichsten Zuckerdank, Mama Zucker! ❤

So und da ich selbst weiß, wie wichtig ein gutes Pausenbrot ist (egal ob für die Schule, Uni, Arbeit oder einfach für zwischendurch), denn ich kannte auch die Kinder, die ihr Pausenbrot entweder in die Tonne schmissen, tauschten oder in der Brotdose verschimmeln ließen, bekommt ihr nun ein super- duper- starkmach- besserkonzentrierenkönnen- Energieauffüller- Rezept! 🙂

* Vegane, zuckerfreie Müsliriegel*

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Hört sich jetzt sehr gesund an, ich weiß! Sind sie auch! Zu gesund? Gibt’s nicht! 😀 Aber deswegen nicht weniger lecker, als eine Milchschnitte oder ein Corny-Riegel! Ich kann euch sagen, diese Müsliriegel sind ein echter Knaller! Wahnsinnig leicht und schnell hergestellt, lange haltbar (wenn sie nicht sofort aufgefuttert werden 😉 ) und dazu noch gesund und echte Energielieferanten! Was will man denn mehr, ihr Zuckerschnuten?

Grundlage für dieses Rezept waren Müsliriegel, welche ich vor ein paar Wochen auf Facebook geteilt hatte! Allerdings habe ich „meine“ Müsliriegel ein wenig abgewandelt und ich denke, ganz in eurem Sinne 😉 Denn für mich muss es am Besten immer schnell gehen, ohne viel Dreck zu haben und ohne allzu großen Aufwand (das ist mir das Liebste, den Rest mag ich aber auch einfach zu gerne, um nur Einfaches, Sauberes, Unaufwändiges auszuprobieren…) Darum werden in meinem Rezept zum Beispiel keine Früchte pürriert oder kleingehäckselt, zu viel Dreck und Pampe und alles klebt! Einfach alles in eine Schüssel geben, kräftig rühren und zack – schonkönnen die hübschen Riegelchen ab in den Ofen!

Und da Mamas bekanntlich nicht die Zeit haben stundenlang in der Küche zu stehen, wird dies hier ein ruck-zuck-easypeasy-Rezept!

Und nun hier das Rezept in Volle und Gänze (und nein, liebe Schüler, hier sind nicht die zu groß geratenen Enten gemeint!)

Ihr braucht:

  • 70 g gepuffter Amaranth (gibt es bei dm für ca 2 Euro/125g)
  • 100 g Haferflocken (ich habe Dinkelflocken verwendet)
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g Kürbiskerne
  • 50 g Kokosflocken
  • 50 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 100 g getrocknete Beeren (Cranberries, Rosinen, Johannisbeeren, etc)
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer (wer das nicht mag, einfach weglassen)
  • ca. 1 Tasse Wasser oder Tee (ich hab frisch gekochten Pfefferminztee genommen, weil er gerade da stand 😉 )

 

So geht’s:

1. Alle Zutaten miteinander vermengen. Wenn man eine oben angegeben Zutat nicht mag, oder gerade nicht da hat, kann sie beliebig ausgetauscht oder weggelassen werden! Dann ist aber darauf zu achten, dass von einer anderen Zutat mehr genommen wird! Wenn ihr getrocknete Früchte wie Apfelringe, Aprikosen oder Pflaumen dazu geben wollt, solltet ihr diese ein wenig kleinschneiden!

2. Die Flüssigkeit nur nach und nach dazu geben und vorher immer erst gut vermengen! Der Teig sollte saftig sein, aber nicht flüssig! Ihr müsst mit euren Händen kleine Kugeln/“Würste“ formen können!

3. Wenn der Teig die richtige Konsistenz hat, dann formt ihr je nach Größenwunsch Kugeln und drückt diese zu Würsten und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Danach drückt ihr die Würste ein wenig flach, sodass eine Müsliriegelform entsteht, so wie man sie eben kennt.
Müsst ihr aber nicht! Wenn ihr lieber runde, längliche oder anders förmige Riegel wollte: so sei es 🙂

4. Wenn der Teig aufgebraucht ist, dann kommt das Blech für 20-30 Minuten bei 180°C Umluft in den Backofen.

5. Wenn sie leicht goldbraun gebacken sind, können sie aus dem Ofen und auskühlen!

In einer Dose oder im Kühlschrank halten sich die Riegel mindestens 7 Tage!

Variation:
Wenn man eher der Schokofan ist, kann man zum Teig auch 1 EL ungesüßten Kakao geben!

🙂

Und so sehen die Prachtkerlchen dann aus:

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So, ihr Zuckerschnuten, ich wünsche heute allen einen super tollen Start in ein neues Schuljahr und ihr wisst ja:

Wenn’s mal wieder länger dauert, schnappt euch ’n Müsliriegel! 😉

Es grüßt euch herzlichst,

Eure Liselotte Zucker ❤

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12 Gedanken zu “Der Ernst des Lebens beginnt (wieder) {schnelle, vegane Müsliriegel ohne Zucker}

  1. Oh man, wie ich erste Schultage früher gehasst habe! Tue ich heute noch, wenn die Ferien zu Ende sind und ich meine Tochter wieder in die Schule bringen muss. Ich war früher auch immer zu spät und heute kommt meine Tochter immer auf den letzten Drücker…. diese Müliriegel scheinen mir ein perfekter Snack für ein Frühstück, wenn es mal wieder schneller gehen muss. Ich werde das Rezept die Tage mal austesten und bin gespannt! Liebe Grüße! Susi

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  2. Liebe Pinguinfreundin,
    was bin ich verschossen in deinen Post.
    Der Tafelhintergrund. Die Mecker-Karte mit der leeren Klorolle. Ein Rezept ohne Dreck.
    Oberknüllerwahnsinn.
    Ich wünsche dir den allerschönsten Mittwoch,
    Stefanie

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  3. Hallo 🙂 das Rezept klingt so verlockend *_* ich habe leider keinen Umluftofen. Was meinst du bei wie viel Grad und wie lange ich sie mit Ober-/Unterhitze backen sollte ?

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    • Liebe Valie,
      toll, dass dir das Rezept gefällt! Probier es mal bei Ober-/Unterhitze erst einmal bei 200°C mit 10 Minuten. Dann teste mal die Konsitenz. Wenn es noch sehr feucht ist, nochmal 2 Minuten im Ofen lassen, usw.

      Viele Grüße und viel Spaß beim Ausprobieren!

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    • Liebe Anni, es freut mich, dass dir das Rezept gefällt! Ich mag sie auch super gerne 🙂
      Leider kann ich dir zu den Nährwerten und kcal keine Antwort geben…Denn ich habe mir das Rezept nach und nach selbst zusammengestellt und außerdem kommt es ja auch darauf an, welche Zutaten (Nüsse, Trockenobst, etc) du dazu gibst.
      Und im Endeffekt kommt es doch darauf an, dass es schmeckt und eine Menge Energie für den Tag gibt, oder? 🙂

      Viele Grüße und einen tollen Dienstag!

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