Heimatliebe {Pfifferlingvariationen}

Ihr Herzken seid gegrüßt,

es ist schon wieder viel zu viel Zeit vergangen, seit ich mich hier zu Wort gemeldet habe, aber ich wisst ja die Zeit!!! die Zeit!!!
Aber ich wurde nicht vom Erdboden verschluckt, sondern habe einfach nur eine Menge zu tun!
Und die freien Wochenenden nutzt man dann natürlich auch intensiv, um Zeit mit seinen Herzensmenschen zu verbringen!

So gab es auch vor kurzem am Wochenende einen Heimatbesuch mit viel Liebe, Sonnenschein, Lachen und Umarmungen!

Es gibt ja diesen Satz „Home is where your heart is“. Das mag in gewisser Weise auch stimmen, denn egal wo man sich auf dem großen Erdball befindet, hat man seinen Lieblingsmenschen dabei, ist es einfach wundervoll und man fühlt sich zu Hause.

Als ich letztens an einem Wochenende zu Hause bei meiner Familie war, verbrachten wir einen wundervollen Spätsommersonntag im Spessart. Wir wanderten zwischen Bäumen mit den Blättern eines Indian Summers daher, lachten, erzählten und kehrten letztendlich ein eines der leckersten und tollst gelegenen Gasthäuser im Spessart ein.

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Und wie wir so  gemeinsam durch den Wald spazierten, dachte ich mir „Schee isses in der Heimat!“. Denn Heimat ist einfach soviel mehr als nur ein Zuhause! Heimat kann nicht auf eine einzige Person, einen anderen Ort oder eine andere Landschaft projiziert werden. Heimat entwickelt sich, während ein Zuhause schon mit nur einem Lieblingsmenschen und der Kuscheldecke, die man schon immer hat, zu einem Zuhausen werden kann.

Heimat ist ein Gefühl, ein Urvertrauen in etwas, das man nicht greifen kann. Geschichten, die man mit ihr verbindet und an die man sich immer wieder zurückerinnert, egal wie lange es her sein mag. Heimat ist ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Man kann obdachlos und dennoch in seiner Heimat sein. „Home ist where your heart is“, aber dein Herz schlägt dann schneller, wenn du in deiner Heimat bist.

Natürlich verbinde ich mit meiner Heimat nur Gutes, denn Gott sei Dank sind mir nie solch schreckliche Dinge, wie Krieg oder Elend, dort zugestoßen. Darum ist meine Sicht auf dieses Thema vielleicht auch etwas zu kitschig oder romantisiert. Aber ich fühle und verbinde all dies mit meiner Heimat.

Hier habe ich meine Wurzeln. Hier wurde der Grundstein gelegt für die Person, die ich jetzt bin.

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Hier leben meine Eltern, meine Großeltern und Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend.
Und als wir gemeinsam draußen in der Sonne saßen, auf unser Essen warteten, kam mir ein Gedanke, wie ich das Gefühl der Heimat wohl am besten beschreiben kann:

In diesem Moment, fühlte ich ganz tief in mir drinnen eine unglaublich große Zufriedenheit, Ruhe und Freude. Und ich dachte: „Hier will ich bleiben.“ Und das war kein „Hier gefällt es mir, hier könnte man es aushalten“, wie man es oft an wunderbaren Plätzen verspürt, z.B. im Urlaub beim Betrachten des Sonnenuntergangs am Meer.

Es war viel mehr. Viel tiefer. Viel voller.

Es war Heimatliebe.

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Und da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, gibt es heute ein herbstliches Ratz-Fatz- Rezept mit vom Mama Zucker handverlesenen Glücklichmachern:

Bandnudel in Pfifferlingrahm
(für 2 Personen)

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Hierfür braucht ihr:

  • 200-400 g Bandnudeln (je nachdem wie groß der Hunger ist)
  • (selbstgesammelte) Pfifferlinge; soviele wie ihr finden oder kaufen könnt 😉
  • 1 Scharlotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 100 ml Sahne/Milch, wer auf die Linie achtet
  • Salz und Pfeffer

Und so geht’s:

1. Pfifferlinge ordentlich putzen, die geht am besten mit einem trockenen Küchenpinsel, da man so am Besten in die Lamellen kommt
(unsere Portion wurde von Mama Zucker gesammelt und auch geputzt! Diese Beste! 🙂 )
2. Nudelwasser aufstellen und wenn es kocht, Bandnudeln 8-12 Minuten darin kochen
3.Scharlotten und Knoblauch schälen und in feine Streifen schneiden
4. In einer Pfanne 1 El Olivenöl erhitzen und die Scharlotten und den Knoblauch darin anschwitzen
5. Nun die Pfifferling dazu geben und kurz (3-4 Minuten) anbraten
6. Mit Sahne/Milch ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken
7. Die abgegossenen Bandnudeln mit in die Pfanne geben und kurz (2-3 Minuten) darin schwenken
8. Anrichten und schmecken lassen! 🙂

Da es schon dunkel draußen war, sind die Bilder leider nicht ganz so toll, aber dennoch hier ein paar Eindrücke 🙂

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Und für die, die nicht auf Pfifferlinge, aber auf die kleinen fiesen Kohlehydrate in den Nudeln verzichten wollen, gibt es hier noch ein Ratz-Fatz-Easypeasy-Rezept:

Ofengemüse mit Pfifferlingen
(1 Portion)

1. Gemüse seiner Wahl (ich hatte noch Karotten und Bohnen) putzen und in mittelgroße Stücke schneiden
2. In einer Auflaufform bei 200°C Unter- und Oberhitze für 15 Minuten backen
3. Pfifferlinge dazu geben und 1 TL Oliven- oder Kokosöl
4. Nochmal für 5-10 Minuten (je nachdem wie knackig man es gerne hat) backen
5. Salzen und Pfeffern et voilà

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Damit ist auch ein Stück Heimat (nämlich Spessart im Form von Pfifferlingen) bei mir zu Hause in Oberfranken ❤

Was verbindet ihr Zuckerschnuten denn mit Heimat?

Es grüßt und knutscht euch,
eure Liselotte Zucker ❤

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5 Gedanken zu “Heimatliebe {Pfifferlingvariationen}

  1. Pfifferlinge *_* Wundervoll und immer absolut lecker, freue mich schon auf die nächsten! Super Rezept!!!

    Was mich mit der Heimat verbindet ist der Wind und der Geruch von Wind – frisch, auffweckend! Hamburgerseeratte 🙂

    Liebe Grüße aus dem Norden
    Ahoi von Antonella

    Gefällt 1 Person

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